bläserklasse macht werbung

„Ich hab ‘nen Ton rausgekriegt!“

Bläserklasse macht Werbung für das Gymnasium am Wall / Ein Dinosaurierfurz und andere schöne Sachen

Verdener Aller-Zeitung vom 25.03.11

Langwedel - (jw) · „Und, habt ihr das erkannt?“, fragt Andreas Brune in der Aula der Grundschule Langwedel in die Runde der versammelten Viertklässler. „Ja, klar: Jim Knopf!“ Absolut, das war die „Insel mit zwei Bergen“, die die Bläserklasse 6b des Gymnasiums am Wall da zu Gehör brachte. Die 6b war mit ihrem Musiklehrer Brune und Klassenlehrerin Ruth Blühm jetzt zu einem Werbe-Konzert in Langwedel.
Applaus, Applaus von der Musikerin. Es ist nämlich gar nicht so einfach, aus einer Posaune gleich einen Ton heraus zu bekommen.
„Die mit den roten T-Shirts hier vorne haben vor zwei Jahren so ein Instrument noch gar nicht gespielt“, erzählte Andreas Brune. Dann haben sich die Mädchen und Jungs aber für die Bläserklasse am GAW beworben, gehörten zu denen, die ein Platz bekommen haben – und lernen seit der fünften Klasse zusammen das Musizieren. Also nicht in einer AG. Sondern als ganz normale Klasse. „Gut, man muss fairerweise sagen, dass die ganze Klasse eine Stunde mehr in der Woche hat, als alle anderen Klassen“, so Brune. Worauf es prompt aus der Bläserklasse schallt: „Aber es lohnt sich!“
Hör mal einer an. Ganz schön selbstbewusst, die jungen Damen und Herren. Das merkt man dann auch bei der Vorstellung der einzelnen Instrumente. Klar ist da beim Erzählen die eine oder andere Stimme mal ein bisschen leiser und etwas Aufregung ist hier und da auch zu spüren. Warum auch nicht. Ist ja doch irgendwie schon ein ganz schön großer Auftritt mit Folkloremusik, Klassik und auch Rock. „Dürfen wir mal ein bisschen Krach machen?“, fragt Dirigent Brune in Richtung Julia Pattenhausen, kommissarische Leiterin der Langwedeler Grundschule. „Klar, nur zu.“
So wird dann mit Unterstützung der Langwedeler Kinder „We will rock you!“ von Queen aufgeführt. Mit ordentlich rhythmischem Trampeln und Klatschen.
Und was gibt es da alles in der Bläserklasse für Instrumente? Flöten, ist klar. Trompeten – wenn man da nur durch das Mundstück alleine bläst, klingt das, mit Verlaub, ein bisschen nach einem überfahrenen Frosch. Klarinetten, Saxophone, Posaunen, das seltene Euphonium wurden erläutert.
Letzteres ist so etwa wie eine kleine Tuba. Die ist groß, schwer und kann richtig tiefe Töne machen. Kathrin zeigt, wie das geht. „Wisst ihr, wie wir den tiefsten Ton nennen? Nee, Herr Brune, das wissen die Langwedeler Kinder noch nicht. „Dinosaurierfurz.“ Das Publikum ist begeistert.
Am Ende gibt es viel, viel Applaus für die Bläser aus Verden. Die Viertklässler dürfen die Instrumente selbst ausprobieren. „Aber immer mit der Ruhe, und zwischendurch werden die Mundstücke immer wieder mit Alkohol desinfiziert.“
Schau an, und es funktioniert. „Ich hab ‘nen Ton rausgekriegt, ohne Scheiß!“, ist Frederic begeistert. „Ich auch, ey“, meint der Kollege. „Der lauteste war meiner, ein Dinosaurierfurz!“
Nun denn, die Kinder sind im Bilde, am 30. März gibt es um 20.30 Uhr im Raum 201 des Gymnasiums am Wall noch einen Elternabend mit Informationen zur Bläserklasse. Vorweg ist in der Schule ab 19.30 Uhr in der Aula die Informationsveranstaltungen zu den zweiten Fremdsprachen am GAW, zu der die Eltern der zukünftigen 5. Klassen ebenfalls eingeladen sind.