teilnahme an biologieolympiade
Lück: „Das Abitur geht erst mal vor“
Verdener Aller-Zeitung vom 23.02.11Verden - (reg) · „Es bedeutet schon ein besonderes Engagement, wenn man an diesem Wettbewerb teilnimmt“, sagte Erhard Keppler, Fachobmann für Biologie am Gymnasium am Wall. Und dass seine Schüler sich besonders für die Naturwissenschaften einsetzen, zeigte auch der Ausgang der diesjährigen Biologieolympiade.

Sebastian Lück (hinten links) schaffte es in die dritte Runde der Biologie-Olympiade, seine Mitschülerinnen Lisa Stolte, Andrea Buchtzig, Kira Sackmann, Rana Baytorou und Kim Barnekao (v.l) schafften es nicht ganz so weit. Uwe Spannhake (rechts) und Erhard Keppler (Mitte) sind trotzdem stolz auf die erfolgreiche Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb.
Die internationale Biologieolympiade ist ein jährlich wiederkehrender Schülerwettbewerb, der der Förderung begabter Schüler, insbesondere der Sekundarstufe II, im Fach Biologie dient. Der Wettbewerb wird auf nationaler und internationaler Ebene vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Auch das Verdener Gymnasium nehme bereits seit einigen Jahren an diesem Wettbewerb teil, so Keppler, der seine Schüler gewissenhaft darauf vorbereitet. „Es ist immer wichtig, wenn Schüler neben dem normalen Unterricht auch andere Aufgaben übernehmen“, erklärte der Fachobmann. „Für den Lebenslauf ist es auch eine gute Sache“, wusste der stellvertretende Schulleiter, Uwe Spannhake.
Die Ziele des Wettbewerbes seien, ein aktives Interesse an biologischen Arbeiten und kreatives Denken beim Lösen biologischer Probleme zu fördern.
So traten bundesweit mehr als 800 Schüler in vier Runden gegeneinander an. In der ersten Runde galt es, vier Fragen zu beantworten, in denen es unter anderem um Themen wie Botanik und Genetik ging. Die 80 besten Niedersachsen kamen anschließend eine Runde weiter. In dieser mussten sie eine Klausur schreiben, die es in sich hatte. Klar, dass auch dieses Mal nicht alle Schüler die richtigen Antworten parat hatten. Doch GaW-Schüler Sebastian Lück bewies naturwissenschaftliches Talent und erreichte auf der 33. Position die dritte Wettbewerbs-Etappe.
In dieser Woche müsste der 19-Jährige eigentlich in Kiel gegen 45 Mitbewerber aus dem ganzen Bundesgebiet antreten und in einem Trainingslager das Einmaleins der Biologie kennen lernen. „Ich wäre gern dabei gewesen, doch das Abi geht erst mal vor“, bedauerte Lück. Denn leider schreibe er gerade die Vorklausuren für das Abitur, das in knapp drei Wochen startet. Da könne er es sich nicht leisten, eine Woche im Unterricht zu fehlen. „Wir hätten ihm das schon ermöglicht, aber das Abitur hat für Sebastian jetzt Vorrang“, so Uwe Spannhake. „Wir sind trotzdem sehr stolz auf ihn und die Ergebnisse der anderen Teilnehmer unserer Oberstufe“, waren sich der stellvertretende Schulleiter und Erhard Keppler dann auch einig.
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